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Parkinson Patient

Informationen für Betroffene und Angehörige

Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit gehört neben Alzheimer zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. In Deutschland beträgt die Zahl der Erkrankten ca. 183 auf 100.000. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren die Zahl derer, die an Parkinson erkranken, weiter ansteigt. Das idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS) manifestiert sich in der Regel im höheren Lebensalter, meist zwischen dem 50. und 79. Lebensjahr. Bei Krankheitsbeginn sind die meisten Patienten rund 60 Jahre alt. Dass Parkinson in seltenen Fällen jedoch auch Menschen in jüngeren Jahren treffen kann, zeigt das Beispiel des US-amerikanischen Schauspielers Michael J. Fox, bei dem die Krankheit im Alter von 30 Jahren ausbrach.

Bei Morbus Parkinson kommt es durch das Absterben von Zellenstrukturen im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren, zu einem Dopaminmangel. Dieser Mangel an Dopamin wirkt sich direkt auf die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen aus, die für die Kontrolle der Bewegungsabläufe notwendig sind. Welche Ursachen zur Entstehung von Parkinson beitragen, konnte von der medizinischen Forschung bis heute nicht vollständig geklärt werden. Aus diesem Grund wird die Erkrankung mit dem Begriff idiopathisches Parkinson-Syndrom (ideopatisch, d. h. ohne erkennbare Ursache) bezeichnet. Als mögliche Ursachen werden u. a. genetische Faktoren, Chemikalien (z. B. Pestizide), Schwermetalle und „freie Radikale“ in Betracht gezogen.

Im Jahr 1817 verfasste der englische Arzt James Parkinson eine Abhandlung über die damals von ihm als Schüttellähmung bezeichnete Krankheit (An Essay on the Shaking Palsy). Darin beschrieb er die charakteristischen Symptome der Parkinson-Krankheit: Muskelstarre, Muskelzittern, Bewegungsarmut und Gang- bzw. Gleichgewichtsstörungen. Etwa zur gleichen Zeit berichtete der deutsche Gelehrte Wilhelm von Humboldt in mehreren Briefen über typische Parkinson-Symptome, ohne zu wissen, dass es sich dabei überhaupt um eine Krankheit handelt, und verfasste somit vermutlich den ersten Patientenbericht.

Im Jahr 1919 charakterisierte ein Doktorand namens Tretiakoff an der Pariser Universität Morbus Parkinson als eine Erkrankung der Substantia nigra (einem Hirnareal, in dem eine Vielzahl dopaminerzeugender Zellen vorhanden ist). Im Jahr 1961 beschrieben Forscher erstmals den Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Fehlen des Botenstoffs Dopamin. Obwohl sich die medizinische Forschung bereits sehr lange mit der Parkinson-Krankheit befasst, ist es bis heute nicht möglich, den Verlauf der Krankheit zu stoppen. Dennoch sind die Therapiemöglichkeiten soweit vorangeschritten, dass die meisten Parkinson-Patienten gut mit der Krankheit leben können.

(ah)

www.Senioren-fragen.de Erklärung und Geschichte

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