Parkinson Patient
Informationen für Betroffene und Angehörige
Parkinson-Symptome und diagnostische Verfahren
Parkinson wird in der Regel erst spät diagnostiziert, da der Verlauf des IPS schleichend voranschreitet und daher zunächst unbemerkt bleibt. Hinzu kommt, dass es im frühen Stadium eine Vielzahl von Symptomen gibt, die eher unspezifisch sind, z. B. Depressionen, Schlafstörungen, Apathie etc. Parkinson-Patienten leiden zunächst unter eher uncharakteristischen Beschwerden wie Nackenschmerzen, belastungsabhängigem Tremor und Störungen der Feinmotorik, die sich u. a. am Schriftbild bemerkbar machen. Wahrscheinlich hat die Zerstörung der Zellen der Substantia nigra in diesem Stadium bereits begonnen. Es wird vermutet, dass es erst nach Verlust von ca. der Hälfte der dopaminproduzierenden Nervenzellen zu länger anhaltenden, krankheitstypischen motorischen Symptomen kommt.
Folgende Hauptsymptome sind für die Krankheit typisch:
- Bradykinese (verlangsamte Bewegungen) bis hin zu Akinese (Bewegungslosigkeit)
- Rigor (Muskelstarre)
- Tremor (Muskelzittern)
- Haltungsinstabilität
Aufgrund der Bradykinese kommt es dazu, dass die Bewegung von Parkinson-Patienten langsamer wird, sie meist eine vornübergebeugte Haltung einnehmen und der Gang kleinschrittig ist, wobei meist die Arme nicht mitbewegt werden. Auch die sog. Hypomimie (starrer, traurig wirkender Gesichtsausdruck) und Hypophonie (leise, unbetonte Sprache) werden durch Bradykinese hervorgerufen. Ebenfalls typisch für das primäre Parkinson-Syndrom ist der Ruhetremor. Die wechselseitige Anspannung einander entgegenwirkender Muskulatur führt zu einem Zittern mit einer Frequenz von ca. 4-6 Hz. Bei Bewegung ist dieses Zittern hingegen nicht oder nur mit geringer Frequenz vorhanden. Das Anamnesegespräch kann bereits Aufschluss über das Vorhandensein der genannten Symptome geben. Ein Parkinson-Syndrom liegt vor, wenn zur Bradykinese mindestens ein weiteres Symptom hinzukommt.
Um den Morbus Parkinson jedoch klar von anderen, ähnlichen Krankheiten zu unterscheiden, sind u. U. weitere Untersuchungen notwendig. Ein L-Dopa-Test zeigt, ob sich die Symptome bessern, wenn dem Körper Dopamin zugeführt wird. Zur Feststellung der Ansprechbarkeit auf Dopamin kann auch ein Apomorphintest verwendet werden. Zur Diagnostik werden in der Regel auch verschiedene bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT), Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT), Positronen-Emmissions-Tomografie (PET) und die Single-Photonen-Emmissions-Computer-Tomografie (SPECT) eingesetzt. PET und SPECT können zeigen, ob Dopamin-Stoffwechselstörungen im Gehirn vorliegen. Bei der PET handelt es sich um eine sehr kostenintensive Untersuchungsmethode. Die kostengünstigere SPECT-Methode stellt eine Alternative zur Absicherung der Diagnose dar. (ah)
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